Liebe Radfahrer: Das ist für Euch! Die kleine Fahrradknigge

Das Wetter ist herrlich und wir Menschen bewegen uns gern in der Natur. Mit und ohne Hund. Mit und ohne Fahrrad.

 

Letztens hatte ich eine unschöne Begegnung mit einem Biker, der fast in uns hineingeknallt ist und auf meine Bitte, kurz zu warten, nicht reagieren wollte, sondern mit Karacho, knapp an uns vorbei zischt und mich mit einem fast 40 Kilo Hund, der lauthals ausser Rand und Band war, zurück liess.

 

Ich möchte gleich zuvor bemerken, dass es sie gibt, die verantwortungsvollen und rücksichtsvollen Radfahrer. Frauen und Männer, die sich durch Handzeichen mit ihren Mitmenschen verständigen und die sich auch durch z.B. eine Klingel von weitem bemerkbar machen.

Vielen Dank an diese Menschen. Sie machen uns Hundehaltern, unseren Hunden und auch sich selbst das Leben leichter. Und ich möchte heute ein wenig erklären, warum das so ist.

Lieben alle Hunde RadfahrerInnen?

Nicht jeder Hund hatte von Anfang an die Chance, Radfahrende als etwas Gutes zu erleben, vielleicht ist er schon oft erschrocken, vielleicht gab es auch schon einen Unfall, vielleicht hat er einfach noch nie ein flitzendes Fahrrad gesehen, und findet selbiges gruselig. Oder er kann seinem Drang hinterherzujagen, noch nicht widerstehen. Das Miteinander müssen Hunde erst lernen, es ist nicht genetisch verankert.

 

Kleinen, wie grossen Hunden geht es so und verantwortungsvolle Hundemenschen führen ihre Hunde deswegen einerseits an der Leine, um zu verhindern, dass ihr Hund dem Fahrrad hinterherjagt, den oder die Fahrerin evtl. sogar anspringt und vom Rad holt, oder sonst ein Unglück passiert. Und andererseits trainieren sie auch, Fahrradfahrenden freundlich zu begegnen und auch mit ihrem Hund aus dem Weg zu gehen.

 

Mit jedem unangenehmen Zwischenfall, bei dem der Hund sich erneut erschrickt und dem Fahrradfahrenden vor Schreck hinterherbellt, oder auch vor lauter Angst seinen Menschen umreisst, weil er flüchten will, trägst Du als Fahradfahrender dazu bei, das schlechte Bild der Hunde von Menschen am Fahrrad zu verstärken.

Die Natur gemeinsam und rücksichtsvoll geniessen.

Lasst uns darauf achten, dass wir einander besser verstehen.

Wenn Du mit Deinem Hund unterwegs bist und einen Fahrradfahrenden herankommen siehst/hörst

  • rufe bitte Deinen Hund zu Dir – auch wenn Dein Hund nichts tut, oder nur Hallo sagen will, möchte nicht jeder Fahrradfahrende begrüsst werden, manche haben auch Angst
  • leine Deinen Hund an, ein angeleinter Hund kann Radfahrern Sicherheit vermitteln
  • gönne Dir, Deinem Hund und auch dem Radfahrenden Platz. Soviel, wie nötig ist, damit sich Dein Hund nicht bedroht fühlt
  • lass den Fahrradfahrenden passieren und belohne Deinen Hund fürs Mitmachen
  • grüsse und bedanke Dich, wenn Du Lust hast 

 

Wenn Du RadfahrerIn bist und von Weitem einen Menschen mit seinem Hund an der Leine siehst

  • drossle bitte Dein Tempo
  • mache Dich durch z.B. klingeln bemerkbar
  • gib eventuell ein Handzeichen, wo Du lang möchtest
  • gib dem Menschen Zeit, seinen Hund zu sich zu holen und Dir auszuweichen
  • fahre danach langsam vorbei
  • grüsse und bedanke Dich, wenn Du Lust hast 

 

Ich hoffe, dass diese kleine Fahrradknigge die Runde macht und Erlebnisse, wie unser letztiges, in Zukunft für alle Menschen mit Hund vermieden werden können.

 

In diesem Sinne:

Viel Spass in der wunderschönen Natur, die genug Platz für alle hat

wünschen Dir Franziska & Kira


Wenn Dein Hund Probleme mit Radfahrenden , Skateboardenden, Joggenden, Kinderwägen oder Ähnlichem hat, dann wende Dich an eine(n) unserer StresstrainerInnen. Sie helfen Dir und Deinem Hund zu Spaziergängen, die Euch beiden wieder Freude machen.

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